Backup Lösungen

Die Wichtigkeit seiner Daten wird den meisten Menschen erst im Falle des Datenverlustes bewusst. Solange die Computer mit den Datenträgern wie Festplatten und USB-Sticks zuverlässig funktionieren, machen wir uns wenig Sorgen, was ein Verlust dieser Daten für uns bedeuten würde.

Im folgenden erkläre ich kurz, wie Sie sich mit einer individuellen Backup-Lösung vor dem Verlust Ihrer Daten schützen können.

Individuelle Backup-Lösungen (Inhalt)

  • Notwendigkeit von Backups
  • Backup-Strategien
  • Backup-Datenträger
  • Backup-Software

Notwendigkeit

Abgesehen von dem eigenen Interesse, das man seine Daten nicht verlieren möchte, besteht laut DSGVO die gesetzlich vorgeschriebene Pflicht ein regelmäßiges Backup seiner Daten zu erstellen. Siehe dazu: Datensicherungskonzept gemäß DSGVO

Sicherlich hat jeder davon gehört, dass es sinnvoll ist ein Backup seiner Daten zu erstellen. Eventuelle hat man sich eine externe Festplatte gekauft, die permanent mit dem Computer verbunden ist, um darauf ein Backup zu erstellen.

Doch wann wurde das letzte Backup erstellt, ist es fehlerfrei und wie führen Sie den Recovery-Prozess zur Datenwiederherstellung durch?

Eventuell gibt es Probleme mit der Backup-Software, sodass diese nicht mehr automatisch arbeitet, oder das die externe Festplatte voll oder defekt ist.

Theoretisch bestehen die folgenden Bedrohungen für den Verlust Ihrer Daten, die den Einsatz eines Backups notwendig machen:

Bedrohungen für Systemdateien und Daten

  • System-Updates, die durch einen Fehler den Zugang zu den Daten verhindern
  • Defekt der Datenträger, auf denen Ihre Daten gespeichert sind
  • Schadsoftware, die Ihre Daten zerstört

Versehentliches oder absichtliches Löschen durch Personen, die Zugang zu Ihren Computern haben

Backup Strategien

Welche Daten sollten gesichert werden?

Wir unterscheiden zwischen Systemdaten, die das Betriebssystem mit der installierten Software beinhaltet und den Arbeitsdaten, die wir erstellen, verarbeiten oder herunterladen.

Wichtig ist, dass im Desasterfall, die Systeminstallation mit den Arbeitsdaten wiederhergestellt werden kann. Hierbei ist zu beachten, dass die Aktualität der Daten von dem letzten erstellten Backup abhängt.

Backup-Zyklus

Ein häufiges Problem bei Anwendern ist, dass vor langer Zeit (ca. einem Jahr) ein Backup erstellt wurde, jedoch die aktuellen Daten des letzten Monats oder Woche oder Tag benötigt wird. Diese Anforderungen bestimmen den Backup-Zyklus.

Im Menschen liegt die größte Schwäche beim Erstellen regelmäßiger Backups. Deshalb empfehle ich bei wichtigen Produktivdaten eine vollautomatisierte Lösung, dessen Integrität regelmäßig überprüft wird.

Desaster-Test

Zu einer erfolgreich umgesetzten Backup-Strategie zählt der Desaster-Test. Das bedeutet, dass der Fall simuliert wird, dass Daten aus einem Backup wiederhergestellt werden müssen. Hierbei testen und dokumentieren wir den Desasterfall, um eine Kurzanleitung zu haben und eventuelle Probleme zu beseitigen.

Ich empfehle Ihnen eine ausführliche Beratung für die individuelle Datensicherung Ihrer Daten und die regelmäßige Kontrolle mit Hilfe einens Backup-Plans.

Backup Software

Abhängig von der gewählten Backup-Stratetgie bieten Softwarehersteller Backup-Software für das Teil- oder Vollautomatisierte erstellen von Backups an.

Je nach Einsatzzweck stehen kostenlose Freeware Programme, Kaufversionen und Aboversionen zur Verfügung.

Ich biete Ihnen eine Übersicht aktueller Backup-Software, dessen Vor- und Nachteile und gebe Ihnen eine Empfehlung für die Umsetzung im Rahmen Ihrer Backup-Strategie.

Speicherorte für Backups

Für die zuverlässige Speicherung der Backups empfehle ich grundsätzlich Datenträger mit einer hohen Qualität. Dazu gehören z.B. Festplatten die für den 24/7 Betrieb geeignet sind und sich durch überdurchschnittliche Garantiezeiten von 3 bis 5 Jahren auszeichnen.

Bei der Wahl der Größe des Backup-Laufwerks sollte man eine Kapazität wählen, die dem wachsenden Speicherbedarf der nächsten 3 bis 5 Jahre gerecht wird. Grundsätzlich kalkuliere ich für den Bedarf die 3-fache Kapazität des aktuellen belegten Speichers.

Je nach Einsatzszenario nutze ich für das Backup-Laufwerk Lösungen, die über die USB-Schnittstelle mit dem Computer verbunden werden oder sich über das Netzwerk integrieren lassen.

Externe Festplatten

Die einfachste Verbindung zwischen einem Backup-Laufwerk und einem Computer ist der Anschluss über die schnelle USB 3.0 – Schnittstelle. Abhängig von der Häufigkeit der zu erstellenden Backups kann man auf fertig konfektionierte externe Festplatten zurückgreifen oder nutzt ein externes Festplattengehäuse mit einer Festplatte, die den individuellen Anforderungen an gerecht wird.

NAS

Ein sogenanntes NAS (Network Attached Storage) bietet im Netzwerk ein Zugriffsmanagement auf Benutzerebene und eine integrierte Verschlüsselung, um den aktuellen DSGVO-Anforderungen gerecht zu werden. Ein NAS ist ein „kleiner“ Datei-Server zum vergleichsweise günstigeren Preis, geringerem Energiebedarf und leichterem Management.

Cloud Backup

Die Speicherung seiner Backups in der Cloud, ist trotz schneller Internet-Anschlüsse, gerade für Systembackups, eine zeitintensive Aufgabe, die leider auch fehleranfällig ist und im Recovery-Fall spürbare Probleme bereiten kann.

Von der Verwendung einer Cloud für Backups rate ich ab, da man abgesehen von den Problemen mit den Anforderungen der DSGVO nicht sicher sein, wo sich die Daten befinden.

Trotz allem kann es nützlich sein seine Daten zu verschlüsseln, um über die Cloud von unterschiedlichen Standorten auf eine Auswahl von Dateien zuzugreifen, die sich temporär in der Cloud befinden, solange mit ihnen gearbeitet wird. Trotz der Zuverlässigkeit aktueller Cloud-Anbieter empfehle ich regelmäßig eine Kopie der Daten in der Cloud zu erstellen. Gerade weil ein Cloud-Speicher über das Internet erreichbar ist, ist er ein beliebtes Ziel für Hacker.